„Ratskeller“ in Heilbronn: Manchmal kann es vorkommen, dass der Gast kein Getränk bekommt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgenden Bericht habe ich 2016 auf der Verbraucherplattform CIAO.de veröffentlicht. Leider existiert Ciao.de nicht mehr. Deswegen findet sich dieser Bericht in aktualisierter Form jetzt auf meinem Blog „Wo gibt es was (in der Stadt und) im Landkreis Heilbronn?“

Ungefähr alle zwei Monate gehe ich nämlich in den

Ratskeller Heilbronn

Das ist ein Restaurant, das sich im Rathaus der Stadt Heilbronn befindet. Seit 2013 besuche ich circa alle zwei Monate eine Veranstaltung für Frauen, die in einem Nebenraum, der zu diesem „Ratskeller“ gehört, stattfindet. Diese Veranstaltung ist ein Vortrag, der mit einem gemeinsamen Abendessen beginnt. Übrigens sind dort auch Männer willkommen.

Einen Bericht über den „Ratskeller“ wollte ich schon lange schreiben. Es gab Abende dort, die fand ich grandios – an manchen Abenden habe ich mich geärgert. 2019 findet in Heilbronn die Bundesgartenschau statt – und sicherlich kommen viele Besucher, um Heilbronn und die Gartenschau zu sehen – und vielleicht auch, um essen zu gehen. Da sind ein paar Tipps, wo man wie speisen kann, sicherlich nicht verkehrt.

 

Adresse des „Ratskellers“ in Heilbronn

Ratskeller

Am Marktplatz 7
74072 Heilbronn

Telefon: 07131-84628

Fax: 07131-963015

Homepage: ratskeller-heilbronn.eu

 

.Geschichte des Restaurants

Im Jahre 1896 beschlossen 97 Heilbronner Bürger, eine so genannte „Ratskellergemeinschaft“ zu gründen. Sie hatte das Ziel, Weine aus der Region Heilbronn zu vermarkten. Und so wurde am 29. Mai 1896 der „Ratskeller“ in Heilbronn mit vielen Gästen eröffnet.

Er erfreute sich jahrelang großer Beliebtheit.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Heilbronn stark beschädigt – auch der „Ratskeller“. 1952 wurde der „Ratskeller“ vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss wieder eröffnet.

Auch heute zählt der „Ratskeller“ zu den sehr guten kulinarischen Adressen in Heilbronn. Er wird von Rainer Mosthaf und Sabine Geibl-Mosthaf geleitet.

(Quelle: Homepage des „Ratskellers“ in Heilbronn)

 

Küche

Der „Ratskeller“ in Heilbronn bietet regional-traditionelle (also schwäbische) und mediterran- leichte Küche. Außerdem saisonale Wildgerichte aus eigener Jagd.

 

Öffnungszeiten:

Montag: 17.30 Uhr bis 23 Uhr
Dienstag bis Samstag:  11 bis 23 Uhr (durchgehend warme Küche)

Sonn- und Feiertage: Diese Tage sind Ruhetage

 

Wie erreicht man den „Ratskeller“ in Heilbronn?

Wer Heilbronn mit dem Zug erreicht (von Stuttgart nach Heilbronn fährt man ungefähr 45 Minuten mit dem Regionalzug), geht vom Hauptbahnhof aus in die Kaiserstraße zum Stadtzentrum (es gibt Hinweisschilder) – und kommt nach ungefähr zehn Minuten zu Fuß zum Rathaus, in dem sich der Ratskeller befindet.

Leute, die mit dem Auto unterwegs sind, fahren zum Zentrum. Parken kann man in Tiefgaragen, beispielsweise in der Tiefgarage bei der „Harmonie“ (Konzertzentrum) oder auch in der Tiefgarage beim „Wollhaus“. Es gibt aber auch noch andere Tiefgaragen. Das Parken ist dort allerdings immer kostenpflichtig.

 

Parkplätze

Es gibt einige Tiefgaragen in der Nähe des Ratskellers (siehe oben). Das Parken dort kostet allerdings immer Geld.

 

Wo kann man im RATSKELLER in Heilbronn speisen?

Tritt man durch eine – sich selbst öffnende – Glastür, kommt man in einen großen Gastraum. Etwas dunkel ist er, rustikal und laut. Ungefähr 70 bis 100 Leute (so schätze ich) finden darin Platz.

Auffällig ist, dass es in dem großen Gastraum oft sehr laut ist. Es gibt viele Gäste dort – und viele unterhalten sich.

Ich gehe allerdings immer in den Nebenraum zu der oben erwähnten Veranstaltung. Der Nebenraum gefällt mir besser, er wirkt heller. Die Wände sind in Braun- und Gelbtönen gehalten.

In diesem Nebenraum finden – geschätzt – 50 Leute Platz.

Die Möbel und der Boden sind dunkelbraun. Es gibt viele runde Tische, auf denen Tischdecken liegen. Die Holzstühle sind bequem, sie haben Polster.

Der „Ratskeller“ in Heilbronn ist ein Nichtraucher-Lokal. Wer rauchen will, das draußen tun.

 

Die Toiletten

Geht man durch den Nebenraum und steigt eine Stufe nach oben, geht man durch eine Tür, dann rechts. Und schon kommt man zu den Toiletten.

Die Toiletten sind nicht eng und sauber. Papier war bisher dort immer, wenn ich dort war, vorhanden.

Zum Händetrocknen gibt es Papierhandtücher und „Händetrockner-Automaten“.

 

Behindertenfreundlichkeit

Ich finde, dass der „Ratskeller“ in Heilbronn nicht behindertengerecht ist, denn es gibt viele Stufen.  Geht man beispielsweise in den Nebenraum, steigt man Stufen. Will man auf die Toilette, steigt man auch Stufen. Das ist für Leute mit einer Gehbehinderung nicht günstig.

 

Das Personal

Das Personal bewerte ich unterschiedlich. Die Kellnerinnen und Kellner sind höflich.

Es gab schon Abende, während derer ich mich über die Kellnerinnen und Kellner geärgert habe. Es kam beispielsweise vor, dass man mich gar nicht gefragt hat, ob ich ein Getränk bestellen will. Einmal habe ich ein Getränk bestellt, das ich nicht bekam.

Reklamiert habe ich in solchen Fällen nicht, sondern mich geärgert – und nichts zu trinken bestellt. Interessant war dann, dass mir ein bestelltes Gericht gebracht wurde, aber die Kellnerin oder der Kellner nicht bemerkten, dass ich kein Getränk vor mir stehen hatte! Die Speisen werden immer sehr schnell vor die Gäste platziert – da bleibt für Fragen oder Bemerkungen zum Thema „Getränke“ keine Zeit!

Zum Glück ist das im Laufe der Jahre bis zum September 2018 besser geworden. Da gibt es unterdessen Kellnerinnen, die so trainiert sind, dass es ihnen auffällt, wenn jemand keine Getränke vor sich stehen hat – und die dann fragen, ob man etwas trinken will. Das bestellte Getränk wird dann innerhalb weniger Minuten an den Tisch gebracht. Ich hoffe, das bleibt so!

Meine Hoffnung wurde jedoch im Oktober 2018 jäh zunichte gemacht – da bekam ich nämlich kein Getränk. Egal, was ich machte, der Kellner, der herumging, bemerkte mich nicht. Er wollte mir einfach kein Getränk bringen.

Und weil es schon passiert ist, dass Gäste gingen, ohne dass das oder die Getränke bezahlt worden waren, bezahlt man jetzt das Getränk, wenn man es bekommt.

Das Essen bezahle ich immer beim Veranstalter des Vortrags. Ich gehe also zu einem Tisch, an dem es „Essenmarken“ gibt und bezahle für das Gericht, das ich essen will. Gegen 19.30 Uhr meldet eine Person des Veranstalters der Küche im „Ratskeller“, welche und wie viele Essen bestellt wurden. Der Veranstalter des Vortrags rechnet also selbst mit dem Ratskeller ab, was das Essen anbelangt. Die Gäste müssen das nicht tun.

Wer natürlich im großen Gastraum speist, bezahlt direkt bei der Kellnerin oder dem Kellner. Es ist auch möglich, mit EC- und Visakarte und Mastercard zu bezahlen. Wenn man mit anderen Karten bezahlen will, sollte man beim Personal nachfragen, ob das möglich ist.

 

Welche Speisen gibt es?

Wer wissen will, welche Gerichte der „Ratskeller“ in Heilbronn genau bietet, dem empfehle ich, die Homepage zu besuchen. Dort findet man äußerst exklusive Gerichte – beispielsweise:

Pochierte Schnitte vom Norweger Lachs an Rieslingsauce auf Blattspinat mit Petersilienkartoffeln zum Preis von 18,80 € (Stand 2016).

Spaghetti “Aglio Olio Peperocini forte” mit gebratenen Hummerkrabben zum Preis von
18,80 € (Stand 2016).

Meerespfanne – in Kräutern und Knoblauch gebratene Fischvariation mit Weißweinsauce, Basmatireis und Salate der Saison zum Preis von 26,80 € (Stand 2016).

Da im Jahre 2019 allerdings die Bundesgartenschau in Heilbronn stattfinden wird, hat man sich überlegt, die Preise für die Speisen zu erhöhen.

 

Welche Speisen gibt es während der Veranstaltung, die ich besuche?

Wenn ich die „normale“ Speisekarte des „Ratskellers“ in Heilbronn lese, merke ich, dass sie meine Preisvorstellungen nicht trifft. Viel zu exklusiv klingt alles, und mir ist es zu teuer – mir reichen „ganz normale“ Gerichte. Und solche gibt es auf der Veranstaltung, die ich circa alle zwei Monate besuche:

Als Besucher dieser vorhin erwähnten Veranstaltung (Vortrag) können wir zwischen drei Gerichten wählen – nämlich:

Salat mit Putenstreifen, dazu Brot: 6 Euro kostete das bis 2016, ab 2017 kostete es 6,50 Euro, ab Januar 2019 wird sich der Preis hierfür auf 7,00 Euro erhöhen.

Salat ohne Putenstreifen, dazu Brot: 6 Euro kostete das bis 2016, ab 2017 kostete es 6,50 Euro, ab Januar 2019 wird sich der Preis hierfür auf 7,00 Euro erhöhen.

Suppe: es wurden schon verschiedene Sorten Suppe angeboten – beispielsweise Kürbiscremesuppe. Der Preis für einen Teller Suppe beträgt circa 9 Euro. Genau weiß ich den Preis nicht, da ich die Suppe noch nie gewählt habe.

Das sind jetzt in meinen Augen erschwingliche Preise. Die Preise sind deswegen so akzeptabel, weil es eben nur diese drei Gerichte gibt, die in großer Anzahl „hergestellt“ werden können. Das wirkt sich dann auch positiv auf den Preis für die Gäste aus.

 

Wie teuer sind die Getränke?

Die Getränke sind ziemlich teuer, finde ich. Der Preis ist aber für die Heilbronner Gastronomie üblich. So bezahlt man für eine kleine Saftschorle zu 0,2 Litern etwas mehr als zwei Euro. Den genauen Preis weiß ich nicht, weil ich immer eine große Saftschorle wähle. Das sind 0,4 Liter, die genau 4 Euro kosten.

Saftschorlen (also ein Gemisch von Mineralwasser und Saft) gibt es in den Geschmacksrichtungen Apfel, Trauben und Johannisbeere.

Natürlich gibt es auch Mineralwasser pur, Kaffee, Tee, diverse Weine, Cola und so weiter. Da ich aber immer eine Saftschorle wähle, weiß ich nur den Preis dafür.

 

Meine Meinung über das Essen

 Das Essen fand ich schon immer toll. Meistens wähle ich den Salat mit Putenstreifen. Hier finde ich verschiedene Sorten grünen Salats mit Tomaten und Radieschenscheiben. Alles ist frisch und knackig und schmeckt einfach toll. Gebratene Putenstreifen gibt es auch. Sie sind warm und gerade richtig durchgebraten. Auch sie schmecken bestens.

Der Salat ist immer mit einer würzigen Salatmarinade angerichtet. Sie ist nicht zu würzig und auch nicht zu „lasch“. Also gerade richtig. Aber man braucht schon ein Getränk dazu – denn man wird schnell durstig.

Man kann diesen Salat auch ohne Putenstreifen wählen. Das ist eine gute Alternative für Vegetarier. Ohne Putenstreifen habe ich den Salat auch schon gegessen – so schmeckt er ebenfalls wirklich gut.

Auch wenn ich die Suppe noch nie gewählt habe, habe ich bemerkt, dass sie toll aussieht. Man sieht, dass es keine Suppe aus dem Päckchen ist, sondern, dass sie selbst aus Gemüse und Sahne hergestellt wurde. Äußerst cremig ist sie – und schmeckt offensichtlich wunderbar. Das habe ich von Gästen gehört, die mit mir am Tisch saßen und die Suppe bestellt haben.

Alle Portionen sind übrigens groß – sowohl der Salat, als auch die Suppe. Vom Salat wurde ich bisher immer satt. Auch habe ich ihn immer bestens vertragen. Zur Suppe kann ich in dieser Hinsicht keine Aussage machen.

 

Mein Fazit:

Wer ein gutes Restaurant in Heilbronn sucht, das zentral liegt, dem kann ich den „Ratskeller“ empfehlen. Allerdings sind die Speisen nichts für den „kleinen Geldbeutel“ – es sei denn, man besucht eine Veranstaltung, die im „Ratskeller“ stattfindet. So wie ich immer wieder eine Veranstaltung für Frauen besuche (zu der auch Männer willkommen sind). Dann kann man auch Gerichte essen, deren Preise für mehr Gäste erschwinglich sind.

Die Bedienung ist höflich – und sie hat sich in punkto Aufmerksamkeit seit 2013 zuerst einmal gebessert. Aber im Oktober 2018 bekam ich kein Getränk – der Kellner übersah mich einfach.

Aus den vier Sternen, die ich dem Restaurant 2016 gegeben habe, sind unterdessen also drei Sterne geworden. Oder genauer: Drei von fünf Sternen.

Zu fünf Sternen reicht es nicht nur des unaufmerksamen Kellners wegen nicht. Das Restaurant ist außerdem nicht behindertengerecht, weiterhin finde ich die „normalen“ Preise außerhalb von Veranstaltungen ziemlich hoch. Schließlich finde ich es in dem großen Gastraum zu laut.

Ich vergebe drei (3) Sterne und eine Empfehlung für den „Ratskeller“ in Heilbronn.

 

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Besprechung des Leseadventskalenders „Die warme Seite des Winters“ von Paula Roose:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/12/26/rezi-von-adelheid-paula-roose-die-warme-seite-des-winters/

 

Besprechung des Buches „Die wundersame Mission des Harry Crane“ von Jon Cohen:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/12/26/rezi-von-adelheid-jon-cohen-die-wundersame-mission-des-harry-crane/

 

Besprechung des Buches „Chicago“ von David Mamet:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/12/16/rezi-von-adelheid-david-mamet-chicago/

 

Besprechung des Buches „Krähenmutter“ von Catherine Shepherd:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/11/25/rezi-von-adelheid-catherine-shepherd-kraehenmutter/

 

Besprechung des Buches „Blätterrauschen, weit weg“ von Elaine Laurae Weolke – ein Liebesroman, der in Deutschland und Australien spielt:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

 

Besprechung des Buches „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine Laurae Weolke – Fortsetzung von „Blätterrauschen, weit weg“, also auch ein Liebesroman, der in Deutschland und in Australien spielt:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

 

Besprechung des Buches „Text“ von Dmitry Glukhowsky:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/11/24/rezi-von-adelheid-dmitry-glukhovsky-text/

 

Besprechung des Buches „Geodreieck sucht Futur I fürs Leben“ von Sylvester Pettr Clarkey:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/03/06/rezi-von-adelheid-sylvester-pettr-clarkey-geodreieck-sucht-futur-i-fuers-leben/

 

Besprechung des Buches „Wie man die Zeit anhält“ von Matt Haig:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/06/14/rezi-von-adelheid-matt-haig-wie-man-die-zeit-anhaelt/

 

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

 

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

 

 

 

 

 

 

Werbeanzeigen

13 Antworten auf „„Ratskeller“ in Heilbronn: Manchmal kann es vorkommen, dass der Gast kein Getränk bekommt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s